Von Katharina Schneider-Bodien


Beim letzten Spiel vor der am Freitag beginnenden WM in Bratislava kam die Mannschaft von Nochbundestrainer Uwe Krupp nicht über ein 2:3 gegen Weißrussland hinaus. Der finale Kader steht auch noch nicht fest, er wird am Donnerstag bekannnt gegeben.


 
Eigentlich war die deutsche Nationalmannschaft mit einer offenen Rechnung in ihr Wohnzimmer, die Kölner Lanxessarena, zurückgekehrt. Aber auch rund ein Jahr nach der knappen 1:2-Niederlage während der WM im eigenen Land gelang der Mannschaft nur ein 2:3. Mit 0:0, 1:1 und 1:2 kämpften die beiden Teams durchaus auf Augenhöhe, die Specialteams allerdings sorgten für die Entscheidung. Während die Deutschen ein doppeltes Powerplay ungenutzt ließen, schlugen die Weißrussen bei ihrer doppelten Überzahl eiskalt zu und erhöhten innerhalb von einer Minute vom 1:1-Unendschieden auf 1:3.


 
Die Tore der Deutschen erziehlten der Berliner Frank Hördler und der Wolfsburger Kai Hospelt. “Wir konnten aus dieser Begegnung sicherlich ein paar gute Erkenntnisse ziehen. Wir waren in Überzahl nicht konsequent genug. Das wird sofort bestraft”, kommentierte Düsseldorfs Patrick Reimer das Spiel. Wenn der Mindelheimer den letzten Cut am Donnerstag übersteht, spielt er in Bratislava seine erste WM neben dem zweiten nominierten Düsseldorfer, Daniel Kreutzer. Kreutzer möchte in der Slovakei sein 200. Spiel im DEB-Dress bestreiten. “Es war heute das erwartet enge Spiel gegen einen unangenehmen Gegner, der unserem ersten WM-Gegner Russland sehr ähnlich ist. Wir haben über weite Strecken ganz gut gespielt, aber eben nicht konstant über 60 Minuten”, urteilte auch Bundestrainer Uwe Krupp.


 
Am Freitag bestreitet das Team das Eröffnungsspiel gegen Russland. Weitere Gegner der Gruppe sind Gastgeber Slovakei sowie Slovenien. Die ersten drei Mannschaften ziehen in die Zwischenrunde ein, die vier letztplatzierten Teams aller Gruppen bestreiten die Relegationsrunde und entscheiden so über einen Verbleib bei den A-Teams oder über einen Abstieg in die Division I. “Unser Ziel ist ganz klar das Erreichen der Zwischenrunde”, gibt Bundestrainer Uwe Krupp die Richtung vor. “Von dort geht’s weiter nach oben. Wir werden alles dafür tun, die Relegation zu vermeiden”, ist sich der 45-Jährige sicher.

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