Von Katharina Schneider-Bodien

Endlich wieder Eishockey! Deutschland startete am Freitag in die neue Saison. Ligaweit wurde mit Schweigeminuten an die Opfer des Flugzeugabsturzes gedacht. Einige Teams überraschten, andere bestätigten die Expertenmeinungen.

Foto: Dasch75

Eisbären Berlin – Thomas Sabo Ice Tigers 5:2 (0:0, 3:0, 2:2)
Berlin ist das Maß aller Dinge im deutschen Eishockey. Da wo die Hauptstädter in der letzten Saison aufgehört haben, nämlich mit der European Trophy und der 5. deutschen Meisterschaft, knüpften die Eisbären am Freitag nahezu lückenlos an. Mit dem 5:2 gegen zahnlose Nürnberger Icetigers setzte sich das Team von Trainer Don Jackson auch gleich wieder auf den ersten Tabellenplatz.

 

Kölner Haie – ERC Ingolstadt 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)
Uwe Krupp war von den Kölner Fans während der Sommerferien als Messias gehandelt worden. Im ersten Heimspiel der Saison musste sein Team gegen Ingolstadt aber die erste Niederlage hinnehmen. Zwar gingen die Haie durch Tino Boos und einen Assist von Trainer-Sohn Björn Krupp in Führung. Der Endstand lautete aber 1:2. „Das Resultat spiegelt wider, wie eng und ausgeglichen das Spiel war“, so Haie-Trainer Uwe Krupp nach der Partie, „wir haben im ersten und letzten Drittel gut gespielt, aber Ingolstadt war im zweiten Abschnitt etwas besser. Wir haben viele gute Ansätze gezeigt, hatten hochkarätige Chancen und haben nicht viel zugelassen. Insgesamt war das ein solides Spiel von uns. Mit der Art, wie wir gespielt haben, bin ich nicht unzufrieden, mit dem Ergebnis schon.“ 

 

Hannover Scorpions – Iserlohn Roosters 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)
Wenig glücklich verlief der Start in die neue Spielzeit für die Scorpions. Die Niedersachsen unterlagen auf heimischem Eis den von vielen Experten favorisierten Iserlohn Roosters mit 1:2 (1:0, 0:1, 0:1). Doug Mason: „Es ist genau was ich erwartet habe. Es gibt 14 Mannschaften, die auf den Saisonstart gewartet haben und heiß sind. Die ersten 20 Minuten waren sehr attraktiv. Es war eine enorme Schnelligkeit im Spiel und es gab viele Chancen. Im 2. Drittel haben wir besser gespielt und auch ein Tor erzielt. Im 3. Drittel gab es viele Scheibenverluste in der Neutralen Zone. Der Schuss von Peltier wurde abgefälscht und ging durch die Beine von Pätzold. Hannover hat sehr, sehr stark gespielt. Schließlich haben wir glücklich gewonnen.“

 

Augsburger Panther – DEG Metro Stars 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0) OT
Den ersten Videobeweis der Saison sowie die erste Overtime sahen die Fans der Augsburger Panther und die mitgereisten Anhänger der DEG Metro Stars. Grund für das knappe Ergebnis waren die Torhüter. Erst im zweiten Drittel fiel das erste Tor,
Gabriel Gauthier brachte die Hausherren in Führung. Düsseldorf antwortete mit wütenden Angriffen, aber erst Adam Courchaine (32.) brachte die Scheibe für die Rheinländer im Kasten unter. Im Schlussabschnitt hatten beide Teams die Möglichkeit, das Spiel für sich entscheiden, aber weil die Torhüter jeweils auf dem Posten waren, ging es in die Verlängerung. Hier sicherte Sergio Somma (64.) Augsburg den Extrapunkt.

 

Hamburg Freezers – Adler Mannheim 4:2 (1:0, 2:2, 1:0)
In der letzten Saison hatte es nicht gut ausgesehen für die Hamburger Freezers. Mit zahlreichen neuen Spielern wollen die Hamburger aber in dieser Saison endlich wieder die Playoffs erreichen. Mit dem Auftaktsieg gegen die favorisierten Mannheimer ist ihnen der erste Schritt gelungen. „Es war heute das erwartet schwere Spiel für uns. Wir hatten sehr viel Druck, so wie es eigentlich immer im ersten Heimspiel der Saison ist“, resümierte Freezers-Coach Benoit Laporte auf der anschließenden Pressekonferenz. „Das war heute vielleicht nicht das technisch beste Spiel, aber meine Jungs haben einen Weg zum Sieg gefunden und immer gekämpft. Vielen Dank an unsere Zuschauer, die uns wirklich stark unterstützt haben.“

 

Krefeld Pinguine – EHC München 2:4 (0:0, 1:1,1:3)
5000 Zuschauer sahen ein zunächst ein mäßiges Spiel. Beide Teams hatten ihre Chancen, doch die ersten beiden Tore gab es erst im zweiten Spieldurchgang. Erst das letzte Drittel begann mit einem Paukenschlag. Weniger als eine Minute war gespielt, als der EHC das erste Mal in Führung ging. Zwar folgte gleich darauf der erneute Ausgleich. In der 44. Spielminute sollte es bitter werden für die Pinguine. In Überzahl hatten sie die Chance, vorzulegen, aber es sollte anders kommen. Eric Schneider angelte sich die Scheibe und traf zum 3:2 für die Gäste. In der Schlussphase nahm der KEV in Überzahl den Torhüter zu Gunsten eines Sechsten Feldspielers vom Eis. Bei der Gelegenheit traf Eric Schneider (59.) zur Entscheidung.

 

Grizzly Adams Wolfsburg – Straubing Tigers 2:0 (1:0, 0:0, 1:0)
Das erste Tor der DEL-Saison 2011/12 wurde in Wolfsburg erziehlt. Youngster Vincenz Meyer bringt die Hausherren in Führung. Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste aus Straubing das bessere Team, aber ein Treffer wollte nicht gelingen. 27 Schüsse entschärfte der gut aufgelegte Daniar Dschunussow zwischen Wolfsburger Pfosten. Für die Entscheidung sorgte am Ende der aus Hannover gekommene  Matthew Dzieduszycki (57.)

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